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Kurswechsel in der Rente

Rentenreport 2016 des DGB Bayern

Kurswechsel in der Rente

Der Rentenreport 2016 des DGB Bayern zeigt, dass wir dringend einen Kurswechsel in der Rentenpolitik brauchen. Damit sozialer Abstieg und Armut im Alter verhindert wird, muss jetzt gehandelt werden.

Leistungsfähigkeit sinkt
Der politisch gewollte Sinkflug des Rentenniveaus setzt sich fort. Von derzeit rund 48 Prozent soll es bis zum Jahr 2030 auf ca. 43 Prozent abgesenkt werden. Zur Erinnerung: Zur Jahrtausendwende lag es noch bei 53 Prozent. Was zunächst technisch klingt, hat weitreichende Folgen für die Mehrheit der Bevölkerung.

Rentenhöhe in Bayern
Männliche Neurentner erhielten im Jahr 2015 in Bayern durchschnittlich 1.049 Euro Altersrente. Das waren rund 30 Euro weniger als bei Rentnern, die bereits vor 2015 in Rente gingen. Noch düsterer sieht es bei Neurentnerinnen aus. Sie kamen durchschnittlich lediglich auf 616 Euro (ohne „neue“ Mütterrente auf 664 Euro). Damit lag die Steigerung zu den Rentnerinnen, die vor 2015 in Rente gingen, bei nur 6 Euro.
Im Vergleich zur Rentenhöhe im Jahr 2000 zeigt sich folgendes Bild: Kaufkraftbereinigt verzeichnen männliche Neurentner einen Verlust von gut 100 Euro; Neurentnerinnen haben lediglich 32 Euro mehr zur Verfügung.

Armut wächst
Angesichts dieser nüchternen Zahlen wundert es nicht, dass immer mehr Menschen allein mit ihrer Rente nicht über die Runden kommen. 2015 bezogen bereits über 122.000 Menschen in Bayern Grundsicherung. Im Jahr 2007 waren es noch 86.000.

Kurswechsel jetzt!
Das weitere Absinken des Rentenniveaus muss verhindert werden. Die Pläne der Bundesregierung, die Beiträge anzuheben und das Leistungsniveau abzusenken, sind keine Option. Um die gesetzliche Rente zu stärken, muss das Rentenniveau zunächst stabilisiert und langfristig deutlich angehoben werden.

Wir setzen auf den Aufbau einer Demografiereserve, indem die Beiträge früher, aber planbar angehoben werden. So gelingt es, das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente zu erhalten. Sonst drohen stetige Verschlechterungen, wie unsere Berufsbeispiele zeigen.

 

Mehr Infos in der aktuellen STREITZEIT-Ausgabe 11/2016 - hier als PDF-Download.

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